Unser Garten

Hier möchten wir Ihnen unsere Arbeitsweise und unsere Anlage ein wenig näher bringen.

 

Wir haben uns spezialisiert auf Moorpflanzen, Insektivoren und Orchideen

 

 In unserem Garten sind Moorbeete, Moore, Teiche und Beete angelegt und wir vermehren unsere Pflanzen hier und im Labor.

 

Ein neu angelegtes Moorbeet nach dem Auffüllen mit Torf und nach der Bepflanzung

Sarracenien

Die Sarracenia ist eine besonders attraktive Gattung unter den fleischfressenden Pflanzen. Ihren Namen bekam sie zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Sarrazin      ( 1659-1734 ). Sie ist mit acht Arten und weiteren acht Unterarten vertreten und hat ihre Verbreitung ausschließlich an der Ostküste von Nordamerika.

Um an ihre Beute zu gelangen, locken die Sarracenien mit betörend wohlriechenden Düften, durch die Insekten schon aus großer Entfernung zu dem Schlauchrand hingezogen werden. Die Düfte versprechen reichlich Nahrung, so dass die angelockten Insekten letztlich in den Kelch hineinfallen. Durch Säuren und Enzyme, die von den Drüsen im Inneren des Kelches ausgeschieden werden, werden sie verdaut.

Blüten von div. Sarracenien

Unsere Sarracenien sind winterhart und können ganzjährlich ohne jeglichen Winterschutz im Moor bleiben. Als besonderer Härtetest galt der Winter 1996/97. Zeitweilig waren die Pflanzen Temperaturen bis zu -21°C ohne schützende Schneedecke ausgesetzt. Sie haben selbst diesen Winter ohne erkennbaren Schaden überlebt.

Winterharte Freiland-Orchideen

Für viele ist es ein Traum, Orchideen im eigenen Garten zu besitzen. Sie sind der Inbegriff von Schönheit und Abenteuerromantik im Pflanzenreich. Es ist kaum zu glauben, dass es Orchideen gibt, die selbst in unseren Breiten, wo im Winter gelegentlich die Temperaturen unter -20°C fallen, überleben können! Dennoch es ist so; sie stammen aus Ländern, wo die Temperaturen ähnlich oder noch extremer sind als bei uns. Wichtig und Vorraussetzung für ein gutes Gedeihen ist jedoch Standort und Bodenbeschaffenheit den individuellen Bedürfnissen der Pflanzen anzupassen.

Cypripedium yatabeanum

Cypripedium Betty Maier

Die Frauenschuh-Orchideen, botanisch Cypripedien genannt gehören zu den großblumigsten und farbenprächtigsten Freiland - Orchideen, die wir in unserem Garten kultivieren können. Sie zeichnen sich durch eine pantoffelartig aufgeblähte Unterlippe aus, die eine Kesselfalle darstellt.

Die Gattung ist mit rund 45 Arten sehr umfangreich und hauptsächlich in den gemäßigten Zonen verbreitet. Während einige Arten nach Norden bis zur Tundra Region ( Alaska ) vordringen, liegt doch der Verbreitungsschwerpunkt in China Sibirien, Japan und Nordamerika.

 

Marien-Frauenschuh, Cypripedium calceolus

Einzige Frauenschuh-Orchidee, die auch bei uns heimisch ist. Sie ist sehr selten geworden und kommt vereinzelt in kalkreichen Mittelgebirgen vor. Weitere Verbreitungsgebiete sind Sibirien, Mandschurei, Japan und China. Diese Orchidee ist, wie alle anderen Orchideen geschützt und darf keinesfalls der Natur entnommen werden. Wenn sie dennoch im Handel ist, so liegt es daran, dass sie seit Jahren in Spezialgärtnereien künstlich vermehrt wird. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 25-45cm wächst horstig, und benötigt im Winter keinerlei Schutz! Sie ist nur so tief einzusetzen, dass die Triebspitzen gerade mit Erde bedeckt sind. Nie düngen! Blütezeit: Mai.

Cypripedium calceolus

© Erich Maier - D-48341 Altenberge - Hansell 155